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	<title>Rote Gourmet Fraktion &#187; Pressearchiv</title>
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	<description>Tour-, Eventcatering und Schabernack</description>
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		<title>Presseinformationen zu Ole Plogstedt/Fast Food Duell:</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 23:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chefkoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[BLOG-stedt & Rauf-SCHREIBEN]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Pressearchiv]]></category>

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		<description><![CDATA[„Das Fast Food-Duell“: Spitzenköche gegen Lieferservice In der Sendung „Das Fast Food-Duell“ (montags bis freitags um 18.45 Uhr auf kabel eins) beweisen die drei Spitzen-Köche Frank Rosin, Björn Freitag und Ole Plogstedt, dass Fast Food-Gerichte aus der eigenen Küche geschmacklich besser, schneller und günstiger sein können als die vom Lieferservice nebenan. Nach der Ankunft in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.rotegourmetfraktion.de/wp-content/uploads/2008/07/ffd_ole.jpg"><img class="aligncenter" src="http://www.rotegourmetfraktion.de/wp-content/uploads/2008/03/ffdlogo1.jpg" alt="" width="383" height="180" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.rotegourmetfraktion.de/wp-content/uploads/2008/07/ffd_ole.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-170 aligncenter" title="ffd_ole" src="http://www.rotegourmetfraktion.de/wp-content/uploads/2008/07/ffd_ole-147x300.jpg" alt="" width="147" height="300" /></a></p>
<p><strong>„Das Fast Food-Duell“: Spitzenköche gegen Lieferservice</strong></p>
<p>In der Sendung „Das Fast Food-Duell“ (montags bis freitags um 18.45 Uhr auf kabel eins) beweisen die drei Spitzen-Köche Frank Rosin, Björn Freitag und Ole Plogstedt, dass Fast Food-Gerichte <span id="more-188"></span>aus der eigenen Küche geschmacklich besser, schneller und günstiger sein können als die vom Lieferservice nebenan.<br />
Nach der Ankunft in der Wohnung der Kochmuffel und einem schnellen Küchen-Check startet das Duell. Die nötigen Zutaten werden in Windeseile im Supermarkt für wenig Geld besorgt. Werden die Köche es schaffen, noch vor der Lieferung von Pizza-, Thai- oder Burgerservice das gewünschte Gericht auf die Teller zu zaubern? Bei einer Blindverkostung geben die Kandidaten Ihr Urteil ab: Hat das Selbstgekochte die eingefleischten Lieferservice-Fans überzeugt?</p>
<p><em>Wer kocht:</em> Frank Rosin, Björn Freitag, Ole Plogstedt<br />
<em> Wann wird gekocht:</em> montags bis freitags, 18.45 Uhr<br />
<em> Wo wird gekocht:</em> kabel eins</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.rotegourmetfraktion.de/wp-content/uploads/2008/07/ffd_alle2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-173 aligncenter" title="ffd_alle2" src="http://www.rotegourmetfraktion.de/wp-content/uploads/2008/07/ffd_alle2-300x226.jpg" alt="" width="300" height="226" /></a></p>
<p><strong>Kurzvita Ole Plogstedt</strong></p>
<p>o Geboren 1968 in Berlin<br />
o Ausbildung zum Koch im Hotel „Steigenberger“, Berlin<br />
o Stationen: „Cöllns Austernstuben“, Hamburg, „Restaurant Nil“, Hamburg, &#8230;<br />
o 1993 Gründung „Rote Gourmet Fraktion“ zusammen mit dem Patissier Jörg Raufeisen. Der ungewöhnliche Cateringservice begleitet Musikgruppen auf Tourneen und kümmert sich um das leibliche Wohl von Bands wie „Die Toten Hosen“, „Jan Delay“, „Fettes Brot“, „Rosenstolz“ , „Juli“ oder auch „Him“ und „Earth, Wind &amp; Fire“. Seit 2005 richtet die RGF auch das Catering für große und mittlere Events aus.<br />
o Autor „Rote Gourmet Fraktion – Kochen für Rockstars“, (mit Jörg Raufeisen und Hollow Skai), KiWi</p>
<p><strong>Drei Fragen an Ole Plogstedt<br />
Spitzenkoch bei „Das Fast Food-Duell“ </strong></p>
<p>1. <em>In der Sendung „Das Fast Food-Duell“ zeigen Sie, wie man Fast Food-Gerichte schnell, günstig und lecker nachkochen kann. Kochen Sie für die Rockstars, die Sie mit Ihrem Cateringservice auf Tournee begleiten, auch Fast Food?</em></p>
<p>In der Regel nicht. Allerdings kommt es bei nahezu jeder Tournee vor, dass sich der ein oder andere Musiker oder Roadie mal Chickenwings oder Currywurst zum Lunch wünscht. Dann machen wir das natürlich – Currywurst sogar sehr gerne, weil unsere komplette Tourköche-Crew bekennende Currywurstliebhaber sind! Allerdings gibt’s die bei uns nur mit selbstgemachten Currysaucen, frischen Salaten und Alternativen für die Musiker, die sich &#8211; entgegen dem veralteten Klischee – lieber gesund ernähren.</p>
<p>2. <em>Was ist das Wichtigste beim schnellen Kochen?<br />
</em><br />
Die Geschwindigkeit ;-) ! Im Ernst: Das Wichtigste beim schnellen Kochen ist, nie den Spaß daran zu verlieren, sonst gelingt das Gericht sowieso nicht. Mein Rat: Improvisieren und Kreieren. Wenn bestimmte Zutaten für ein Gericht nicht im Hause sind, einfach mal ungewohnte Kombinationen probieren, anstatt gleich in den Supermarkt zu laufen.</p>
<p>3. <em>Halten Sie es für unhöflich, Gästen Fast Food-Gerichte zu servieren?<br />
</em><br />
Wenn man sich Gäste zum Essen einlädt und dann Aluschachteln mit Pampe serviert, wäre das allerdings unhöflich! Anders, wenn man einfache, Fast Food-typische Gerichte, wie beispielsweise Spaghetti oder eine asiatische Gemüsereispfanne mit frischen Kräutern und Gemüsen selbst kocht. Dann ist es, nach meiner Interpretation aber auch kein Fast Food mehr. Bei den Drehs für das Fast Food Duell habe ich gelernt, dass es etliche Lieferservices gibt, die wirklich gut und frisch kochen. Wenn ich unterwegs bin, gehe ich z.B. lieber zu einem guten Asia-Imbiss, der Frischware verarbeitet, als in einem schmierigen Gasthof ein Jägerschnitzel mit Dosenchampignonsauce zu essen. Es kommt mir also auf die Frische an &#8211; nicht darauf, Fast Food strikt zu vermeiden.</p>
<p>Zusatzfrage für die Musik-Presse:</p>
<p>4. <em>Wieso brauchen Musiker ein Tour-Catering?<br />
</em><br />
Ein Tour-Cateringservice klingt für den Laien übertrieben. Ist es aber nicht: Band und Crew haben keine Zeit und meist auch nicht die Möglichkeit, ins Restaurant zu gehen, geschweige denn selber zu kochen. Außerdem müssen sich die Musiker, um täglich den Höchstleistungen (ja, Höchstleistungen!), die sie auf der Bühne erbringen müssen gewachsen sind, besonders schonend ernähren. Dafür hat jeder seine individuelle Rezeptur. Der Eine isst exakt 4 Stunden vor der Show nur einen kleinen Teller Pasta, der Andere isst vorher nur Salat, braucht aber nach der Show eine warme Mahlzeit oder verträgt eine bestimmte Zutat nicht. Als begleitender Tourkoch kann man sich genau auf die Bedürfnisse der Künstler, aber auch der Crew einstellen.</p>
<p><a href="http://www.kabeleins.de/doku_reportage/fast_food_duell/" target="_blank">http://www.kabeleins.de/doku_reportage/fast_food_duell/</a></p>
<p>Für Pressefotos bitte <strong><a href="http://www.rotegourmetfraktion.de/kontakt">Kontakt aufnehmen</a></strong></p>
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		<title>Artikel in der GALA: Musik für den Gaumen</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Dec 2007 13:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chefkoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearchiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Kochen rockt: Mit GALA bei der Roten Gourmet Fraktion: Auf Tour sind sie auch, aber statt auf der Bühne stehen sie hinter dem Herd: Die Catering Spezialisten RGF. Gekocht wird auf höchstem Niveau &#8211; für Bands wie Rosenstolz oder Fanta4. Gala Nr. 33/07 (PDF-Datei)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Kochen rockt: Mit GALA bei der Roten Gourmet Fraktion: Auf Tour sind sie auch, aber statt auf der Bühne stehen sie hinter dem Herd: Die Catering Spezialisten RGF. Gekocht wird auf höchstem Niveau &#8211; für Bands wie Rosenstolz oder Fanta4.</p>
<p><a href="http://www.rotegourmetfraktion.de/wp-content/uploads/2007/12/gala_nr33_07_rgf.pdf" target="_blank" title="Gala Nr. 33/07">Gala Nr. 33/07 (PDF-Datei)<br />
</a></p>
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		<title>Dinner samt &#8220;Ratte in Rollsplitt&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 12:48:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JollyOrc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearchiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Wedel-Schulauer Tageblatt &#8211; 12.11.2007 Die Musiker der Gruppe &#8220;Just for Fun&#8221; hatten sich mit den Köchen der &#8220;Roten Gourmet Fraktion&#8221; zusammengetan, um mit 150 Fans ihr Bühnenjubiläum zu feiern. Gelungen. Die Oldieband &#8220;Just for Fun&#8221; hat sich selbst ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk bereitet. Vor ausverkauftem Haus feierten die Musiker ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum in Dunkers Gasthof. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://www.wedel-schulauer-tageblatt.de/nachrichten/aus-der-region/wedel/wedel/article/164/dinner-samt.html" target="_blank">Wedel-Schulauer Tageblatt</a> &#8211; 12.11.2007</p>
<p>Die Musiker der Gruppe &#8220;Just for Fun&#8221; hatten sich mit den Köchen der &#8220;Roten Gourmet Fraktion&#8221; zusammengetan, um mit 150 Fans ihr Bühnenjubiläum zu feiern.<br />
<span id="more-121"></span></p>
<p><strong>Gelungen.</strong></p>
<p>Die Oldieband &#8220;Just for Fun&#8221; hat sich selbst ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk bereitet. Vor ausverkauftem Haus feierten die Musiker ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum in Dunkers Gasthof. Für die Verpflegung der Gäste kooperierten die Gastgeber mit Jörg Raufeisen und Ole Plogstedt, die die &#8220;Rote Gourmet Fraktion&#8221; bilden. So erlebten die etwa 150 Gäste, die &#8211; so lassen es die Kennzeichen der Fahrzeuge vermuten &#8211; aus ganz Norddeutschland angereist waren, am Wochenende in Holm nicht nur Musik unplugged, sondern eine witzige Kochshow und ausgefallene Gerichte. Der Hauptgang beispielsweise bestand aus &#8220;Ratte in Rollsplitt&#8221;, einer Poularde mit Blaumohn auf Ingwer-Chillimöhren und Kartoffel-Wasabi-Püree mit roter Cocos-Currysauce.</p>
<p>Das ist es also, was sonst die Popstars zu essen bekommen, denn Raufeisen und Plogstedt bekochen normalerweise tourende Künstler. Schon morgen werden beide in der Schweiz sein, um mit der Gruppe &#8220;Juli&#8221; durch die Lande zu ziehen. Den Gästen in Holm jedenfalls hat es geschmeckt.</p>
<p>Die beiden Köche entpuppten sich als wahre Entertainer, denn sie kommentierten und erklärten, was sie dem Publikum gezaubert hatten: &#8220;Probiert mal. Das ist Hibiskussalz, das ist geil, wurden die Gäste aufgefordert. Dass Raufeisen und Plogstedt sich wie ein altes Ehepaar gegenseitig widersprachen und Sprüche wie &#8220;Ich muss mal mit Deinem Arzt reden, der macht da mit den Medikamenten etwas falsch&#8221;, sorgte für die nötige Stimmung. Wie auch die drei Sets, die &#8220;Just for Fun&#8221; zum Besten gab und in gewohnt professioneller Manier das Publikum zu unterhalten wusste.</p>
<p><em>von Andreas Dirbach</em></p>
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		<title>&#8220;Loop&#8221;: Rote Gourmet Fraktion</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Oct 2007 15:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chefkoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearchiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer kocht eigentlich für Rockstars? Lohnt es sich überhaupt, die drogenverseuchten Strichmännchen mit Kalorien, Vitaminen und unnötigen Ballaststoffen zu versorgen? Alles nur Vorurteile, meint die Rote Gourmet Fraktion. von Martin Söhnlein Zu lesen hier]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Wer kocht eigentlich für Rockstars? Lohnt es sich überhaupt, die drogenverseuchten Strichmännchen mit Kalorien, Vitaminen und unnötigen Ballaststoffen zu versorgen? Alles nur Vorurteile, meint die Rote Gourmet Fraktion.</p>
<p>von Martin Söhnlein</p>
<p><a href="http://verstrker20.blogspot.com/2007/10/test.html" target="_blank">Zu lesen hier</a></p>
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		<title>Topf of the Pops</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Nov 2002 10:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chefkoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearchiv]]></category>

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		<description><![CDATA[ELLE / 2002 Die &#8220;Rote Gourmet Fraktion&#8221; kämpft &#8211; mit Arnarchomenüs gegen den Hunger von Musikstars. Gehen die Bands auf Tour, sind die Berliner (Hamburger, aber macht nix &#8211; RGF) Caterer dabei. Wovon Köche träumen? Von Sternen sollte man meinen. Von weißen steifen Mützen. Und von blitzenden, perfekt ausgestatteten Chromküchen. Stimmt aber nicht immer. Ole [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	ELLE / 2002</p>
<p>Die &#8220;Rote Gourmet Fraktion&#8221; kämpft &#8211; mit Arnarchomenüs gegen den Hunger von Musikstars. Gehen die Bands auf Tour, sind die Berliner <em>(Hamburger, aber macht nix &#8211; RGF)</em> Caterer dabei.<br />
<span id="more-110"></span><br />
Wovon Köche träumen? Von Sternen sollte man meinen. Von weißen steifen Mützen. Und von blitzenden, perfekt ausgestatteten Chromküchen. Stimmt aber nicht immer. Ole Plogstedt (34) und Jörg Raufeisen (36) haben eine Küche, die sie einpacken und mitnehmen können. Sie tragen, wenn überhaupt, Wollmützen bei der Arbeit. Und einen Stern haben sie sich selbst zugelegt. Auf T-Shirts gedruckt und &#8220;Rote Gourmet Fraktion&#8221; darunter geschrieben. So sind sie geworden, was sie heute sind: Tour-Caterer der besonderen Art. Ihr Job ist es, Rockstars auf ihren Tourneen kulinarisch zu begleiten. So durfte fast jeder, der hier zu Lande Konzerte gegeben hat &#8211; Die Ärzte, Die Fantastischen Vier, Fury in the Slaughterhouse, Die Toten Hosen -, bereits kosten, was die beiden können. Angefangen hat alles ganz anders. Mit einer grundsoliden Ausbildung im Hotel &#8220;Steigenberger&#8221; in Berlin. Ole lernte dort Koch, Jörg Konditor.</p>
<p>Neben dem fachlichen Know-how wurde den beiden dort aber vor allem eins beigebracht: &#8220;In vielen Hotel-Restaurants ist es den Leuten völlig egal, wie das Essen schmeckt. Hauptsache man trägt bei der Arbeit eine weiße Jacke, Halstuch und die Kochmütze dazu.&#8221; Würde man Koch- und Musikstile vergleichen, dann haben Ole und Jörg damals aufgetischt wie Céline Dion noch heute singt: Mainstream der gehobenen Art. Das war es aber nicht, was die beiden sich vorgestellt hatten. Im Kopf hatten sie keinen Schmusesound, sondern &#8211; da waren die beiden sich einig &#8211; Punk und Rock. Und irgendwie musste sich das doch mit dem Thema Kochen verbinden lassen. Also streiften sie nach der Arbeit gemeinsam durch die einschlägigen Bars und lernten dabei die einschlägigen Musiker kennen. Einer davon war Bela B., der Schlagzeuger der Ärzte. &#8220;Wir kamen auf die Idee, die Band zur Probe mal zu bekochen&#8221;. Kurz nach diesem Experiment saß die &#8220;Rote Gourmet Fraktion&#8221; im Tourbus, unterwegs zu ihrem ersten flexiblen Kücheneinsatz.</p>
<p>&#8220;Die ersten drei Tage waren Kampf. Küche irgendwo aufbauen, irgendwo einkaufen. Wir wussten, nicht, wann wer was und wieviel zu essen haben wollte. Chaos.&#8221;</p>
<p>Inzwischen kennen Ole und Jörg die Metro-Filialen der Republik. Sie wissen, dass im Durchschnitt pro Tag und Band unglaubliche 350 Liter Bier und Softdrinks, 30 Kilo Fleisch, 60 Kilo Obst und Gemüse herangeschafft werden müssen. Sie lernten, dass es guten Fisch nicht unbedingt an der Küste gibt, und welche Tankstellen ausgefallenes Tisch-Deko-Material (wie etwa kleine Teppiche mit Schäferhundmotiven) bereithalten. Vor allem aber ist ihnen heute klar, wie Musiker vor ihren großen Autritten verpflegt werden wollen. Schwere Mahlzeiten Stunden vor dem Auftritt sind beispielsweise absolut tabu. &#8220;Die Musiker sind auf Tournee sehr angespannt, die brauchen was Leichtes. Das ist ja nicht nur Rock`n´Roll. Das ist richtig harte Arbeit.&#8221; Dass es auch unter Pop-Stars Zicken gibt, erfuhren Ole und Jörg als Dreingabe. &#8220;Bei Him war es so, dass die Band ursprünglich nur Thai-Food wollte. Als wir dann für die Rest-Crew nebenbei mal Kartoffelpuffer machten, haben am Ende alle Puffer gegessen und das ganze Thai-Food wurde kalt.&#8221;</p>
<p>Essen ist eine sensible Angelegenheit, Geschmack ist subjektiv und Launen unterworfen. Schon deshalb ist es ein hartes Stück Arbeit, eine bunt zusammengewürfelte Crew &#8211; vom Lastwagenfahrer bis zum Star &#8211; von morgens bis abends glücklich satt zu machen. Gut ist, wenn man weiß mit wem man es zutun hat. Schlecht ist, wenn der Star ein Phantom bleibt. Courtney Love, zum Beispiel, tauchte in der Küche praktisch niemals auf. &#8220;Naja, sie war ja damals ja auch auf Methadon und hat lieber allein im Bus gegessen&#8221;, kommentiert Ole. Für Tricky wurden sie dagegen extra gebucht, weil es hieß, dass der so wahnsinnig schwierig sei. &#8220;Und dann stürzte auch gleich jemand auf uns zu und meinte, wir sollten ausschließlich indisch oder mexikanisch kochen&#8230; Tricky, der das mitbekam, kam hinterher zu uns und sagte ganz entspannt, dass er alles essen würde, was wir ihm auf den Tisch stellen.&#8221; Eine Regel gilt allerdings immer: In der Küche entscheidet sich die Stimmung für die ganze Tournee. &#8220;Wir versuchen, das zu steuern, Gemütlichkeit zu schaffen. Also, zum Beispiel die Tischanordnung möglichst immer ähnlich aufzustellen. Auch unsere Buffets werden immer geschmückt.&#8221; Mit Horrordevotionalien wie Grabkerzen oder Totenkopffahnen, zum Beispiel. Jörg: &#8220;Das ist unsere Art, zu provozieren, so wie Rammstein mit ihrer Musik&#8221;. Stegreifkünstler sind die beiden im Laufe der Zeit geworden, Vollprofis in Sachen Improvisieren und Kreieren. Bei der &#8220;Roten Gourmet Fraktion&#8221; gibt es täglich neuerfundene köstliche Chaos-Menüs. &#8220;Kreativität beim Kochen kann man nicht lernen. Farin Urlaub von den Ärzten hat ja auch nie ein Hit-Schreibe-Seminar besucht,&#8221; erklärt Ole. Und so entsteht Kartoffelrisotto mit in Basilikum gegartem Steinbeißer und Rote-Bete-Grütze. Oder Entenbrust mit Erdbeeren, dazu gibt es Speck-Gnocchi. Oder karamellisierte Kartoffeln mit Linsencurry und eine Kokos-Orangen-Sauce&#8230;</p>
<p>Klingt wie der Auszug aus der Speisekarte eines jungen, wilden Sterne-Restaurants. &#8220;Wir sind bestimmt die einzige Catering-Firma, die immer wieder mal Sterneköche als Gastarbeiter hat. Eines Tages hat Campino uns Stefan Marquard vorgestellt, den Sternekoch aus dem &#8220;Lenbach&#8221; in München.&#8221; Die Rote Gourmet Fraktion war freudig überrascht, dass es doch mehr Kollegen gibt, die so denken wie sie. Die ebenfalls daran arbeiten, den engen Berufsrahmen zu sprengen, anarchistische Haltungen zu den klassischen Menüfolgen entwickeln. Und die auch noch ähnliche Musik mögen. Jörg: &#8220;Wolfgang Müller hat gerade für sein Restaurant &#8220;Adermann&#8221; in Berlin einen Stern bekommen. In seiner Küche stehen zwei Riesenboxen aus denen am liebsten Marilyn Manson dröhnt.&#8221;</p>
<p>Kriegt man da nicht auch Lust auf ein eigenes Restaurant? So langsam, bestätigen die beiden: Pläne gibt es schon. Auf jeden Fall wird es in Hamburg sein. &#8220;Wir wollen ohne Kellner arbeiten. Kellner sind Zwischenhändler. Die Kommunikation ist viel besser, wenn du deinen Gast siehst und er dich. Dazu muss die Küche natürlich mitten im Restaurant stehen&#8230;&#8221;. Klingt ziemlich vielversprechend. Campino, Bela B. und die Jungs von Rammstein würden bestimmt mal vorbeischauen.</p>
<p>Melanie Kunze</p>
<p>Reportage in der März Ausgabe der &#8220;ELLE&#8221;<br />
2002 ELLE Verlag / Burda GmbH</p>
<p><img src="http://www.rotegourmetfraktion.de/oldschool/privat/presse/elletopf1.jpg" height="783" width="597" /></p>
<p><img src="http://www.rotegourmetfraktion.de/oldschool/privat/presse/elletopf2.jpg" height="773" width="607" /></p>
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		<title>Erst kommt das Fressen, dann die Musik</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2002 10:48:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chefkoch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressearchiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zeit &#8211; 5/2002 Ole Plogstedt und Jörg Raufeisen bekochen als &#8220;Rote Gourmet Fraktion&#8221; tourende Punkbands mit bizarren Speisen. Ihr Handwerk verstehen.. von Jörg Schallenberg Die geladenen Gäste in der Hamburger Prinzenbar waren begeistert von den neun Gängen, die ihnen Ole Plogstedt und Jörg Raufeisen an diesem Abend servierten. Etwa von der Schokoladen-Kalbszunge auf Couscous [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Die Zeit &#8211; 5/2002</p>
<p>Ole Plogstedt und Jörg Raufeisen bekochen als &#8220;Rote Gourmet Fraktion&#8221; tourende Punkbands mit bizarren Speisen. Ihr Handwerk verstehen..</p>
<p>von Jörg Schallenberg<br />
<span id="more-112"></span><br />
Die geladenen Gäste in der Hamburger Prinzenbar waren begeistert von den neun Gängen, die ihnen Ole Plogstedt und Jörg Raufeisen an diesem Abend servierten. Etwa von der Schokoladen-Kalbszunge auf Couscous namens &#8220;Zungenkuss auf Pflasterstein&#8221;, die natürlich auf ebensolchen Steinen serviert wurde, oder von der &#8220;Haribo-Lasagne&#8221; aus Gummibärchenschaum und den Schokoladenplättchen als Dessert. Fast alle Speisen hatten Ole und Jörg vor Publikum zubereitet, begleitet von einem DJ, der die Geschmacksnerven mit ein paar harten Gitarren reizte. In den Pausen traten Kleinkünstler auf.</p>
<p>&#8220;So könnte Kitchen-Clubbing aussehen&#8221;, sagt Jörg nach der gelungenen Pilotveranstaltung. Angefangen hat alles, als Ole, 36, und Jörg, 34, sich vor neun Jahren als Rote Gourmet Fraktion selbstständig machten, die weiße Kochmütze an den Nagel hängten und chromglitzernden Hotelküchen wie jener des Steigenbergers in Berlin ade sagten &#8211; um fortan in Doc Martens, schwarzen Jeans und schwarzen T-Shirts zwischen einem Dutzend mobiler Herde, Backöfen und Kochplatten im Fett herumzuglitschen. Bevorzugt in winzigen Backstage-Kabuffs von Konzerthallen wie der Großen Freiheit in Hamburg, dem E-Werk in Köln oder dem Colosseum in München.</p>
<p>Es war Bela B., ausgewiesener Punkrocker und Trommler der Ärzte, der Ole und Jörg 1993 für die erste große Tournee seiner Band nach langer Pause engagierte. Alles ging gut, so gut, dass sich Jörg und Ole in den kommenden Jahren vor Anfragen kaum retten konnten. Sie waren mit Tricky unterwegs, mit Courtney Love, mit HIM, mit Michael Flatley, mit Rammstein und immer wieder mit ihren Freunden, den Ärzten und den Toten Hosen. Zurzeit touren sie mit Fury in the Slaughterhouse durch Deutschland, und Gitarrist Christof Stein-Schneider freut sich ein paar Stunden vor dem Auftritt in München diebisch, &#8220;dass wir die Jungs den Toten Hosen vor der Nase weggeschnappt haben&#8221;.</p>
<p>Bei Ole und Jörg isst sogar der &#8220;eingefleischte Currywurst-Typ&#8221; Stein-Schneider mal Vegetarisches oder Fisch. Zumindest, wenn der aussieht wie an diesem Abend. Angekündigt hat die Küche &#8220;Junkie-Fish&#8221;: mit Pinienkernen panierten Steinbeißer, in dem eine Einwegspritze mit grüner Flüssigkeit steckt. &#8220;Eine Mischung aus Senf, Limone und Kurkuma, die jeder in seinen Fisch drücken kann&#8221;, erläutert Ole.</p>
<p>Neben der Speisekarte voller pikanter und derber Details gefällt dem gemeinen Rock &#8216;n&#8217; Roller besonders die Dekoration, mit der die Rote Gourmet Fraktion aufwartet. Fury in the Slaughterhouse würzen ihren Fisch zwischen abgerissenen Plastikbeinen und Gummiköpfen, die von den Rohren des Backstage-Raums baumeln, beobachtet von einem künstlichen Wolfskopf. Durch die Salate kriecht Plastikgetier von der Vogelspinne bis zur Eidechse. Das alles ist nur ein Teil jener Ideen, mit denen die Köche sich in den nächsten Jahren vom Rockgeschäft abkoppeln und, so Jörg, etwas &#8220;in Richtung Event-Kochen aufziehen&#8221; wollen. Der Auftritt in der Prinzenbar und das &#8220;Kochen gegen rechts&#8221;, das sie im vergangenen Jahr mit den Ärzten auf Sylt inszenierten, waren erste Proben.</p>
<p>&#8220;Künftig&#8221;, sagt Jörg, &#8220;soll alles möglich sein, je nachdem, wer uns engagiert oder wo wir passende Orte finden, um etwas auf die Beine zu stellen.&#8221; Anfragen gibt es reichlich. Befreundete Sterne-Köche wie Stefan Marquard vom Münchner Lenbach oder Wolfgang Müller vom Berliner Ademann, die auf Tourneen ein Gastspiel in der Punk-Küche gaben, dürften beim Kitchen-Clubbing ab und an dabei sein, Bands wie die Inchtabokatables oder Fury in the Slaughterhouse wollen je nach Bedarf Kammermusik oder Rock &#8216;n&#8217; Roll beisteuern. Somit dürfte bald die erste Tour anstehen, auf der die Köche die Stars sind. Als Plakat könnten sie die Urkunde verwenden, mit der das Europäische Patentamt ihnen Namen und Wappen geschützt hat &#8211; jetzt prangt direkt neben dem fünfzackigen roten Stern mit weißem Küchenmesser der Bundesadler.</p>
<p><img src="http://www.rotegourmetfraktion.de/oldschool/privat/presse/zeitlinks.jpg" height="413" width="397" /></p>
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		<title>Wir haben den besten Musik-Geschmack</title>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2002 10:45:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JollyOrc</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Welt am Sonntag/Berlinteil vom 12.5.2002 Würstchen und Kartoffelsalat haben ausgerockt. Die Berliner (pah!! &#8211; RGF) Caterer Rote Gourmet Fraktion zaubern kulinarische Köstlichkeiten für verwöhnte Popstars auf Tour Von Julia Siepmann. Von nebenan, dort, wo die Musiker von Fury in the Slaughterhouse ihre Gitarren eingestöpselt haben, um zum Soundcheck ihre handwerklich soliden Ohrwürmer in die Halle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Welt am Sonntag/Berlinteil vom 12.5.2002</p>
<p>Würstchen und Kartoffelsalat haben ausgerockt. Die Berliner <em>(pah!! &#8211; RGF)</em> Caterer Rote Gourmet Fraktion zaubern kulinarische Köstlichkeiten für verwöhnte Popstars auf Tour</p>
<p>Von Julia Siepmann.<br />
<span id="more-111"></span><br />
Von nebenan, dort, wo die Musiker von Fury in the Slaughterhouse ihre Gitarren eingestöpselt haben, um zum Soundcheck ihre handwerklich soliden Ohrwürmer in die Halle zu pumpen, ist nur ein dumpfes Wummern zu hören. Von der Musik der sechs Hannoveraner Rocker bekommt man hinten, in der Backstage-Küche der Berliner Columbia-Halle, nicht viel mit. Außer, dass es hier drinnen schneller zuzugehen scheint als vorne auf der Bühne &#8211; aus dem Kassettenrekorder dröhnen die Ramones, auf der Chromablage unter der Abzugshaube klappern Teller und Pfannen, und zwischendurch verirren sich die grellen Stimmen dreitagebärtiger Tontechniker hierhin, um eilig einen Kaffee zu verlangen.</p>
<p>Die beiden Köche, die pfannenschwingend in Jeans und T-Shirt konzentriert zwischen Kühlschränken und Kochtöpfen hin und her gleiten, sind Ole Plogstedt, 34, und Jšrg Raufeisen, 36. Ihre kleine Catering-Firma haben die beiden Berliner Rote Gourmet Fraktion genannt und damit einen Namen gefunden, der ein wenig zu ihrer exotischen Klientel passt. Seit neun Jahren bekochen die Rote Gourmet Fraktion und ihre Helfer so ziemlich alles, was im deutschen Musikgeschäft Rang und Namen hat. Ob für das Hip-Hop-Kleeblatt die Fantastischen Vier, die Metaller von Rammstein oder die Dauer-Punk-Bands die Ärzte und die Toten Hosen: All diese Berufsrocker genießen vor ihren Auftritten die kreativen kulinarischen Kreationen der Tour-Caterer.</p>
<p>Das Abendessen für Fury und ihre Crew, insgesamt 40 Personen, ist an diesem Dienstagsabend fŸr die RGF eher Routine. Es gibt Lammbörek mit Pflaumenchutney und Möhren-Ingwer-Spitzkohl, Thunfischfilets mit Mohnvinaigrette und für die Vegetarier Spinat-Feta-Crêpe mit Paprikaschaum. &#8220;Wenn Die Toten Hosen auftreten, kochen wir sogar für hundert Leute&#8221;, sagt Ole Plogstedt und verziert einen Crêpe-Teller mit glatter Petersilie, &#8220;und das dreimal am Tag&#8221;. Für diese Größenordnung werden dann &#8220;andere Kumpels&#8221;, freie Mitarbeiter und auch mal andere Anarcho-Starköche wie Stefan Marquard vom Münchner &#8220;Lenbach&#8221; als Gastarbeiter verpflichtet. Dann steht die Küche rund um die Uhr unter Strom. Morgens gegen sieben Uhr werden Kühlschränke, Herd, Möbel und Geräte aufgebaut, dann in pausenloser Folge Frühstück, Mittag- und Abendessen zubereitet.</p>
<p>Während die satten Bandmitglieder nebenan ihr Konzert geben, schmiert die Küchencrew bereits Schnittchen für die Weiterfahrt in den Bussen. Erst weit nach Mitternacht wird die mobile Küche in die Trucks verstaut, bis sie sechs Stunden später in einer anderen Stadt wieder aufgebaut wird.</p>
<p>&#8220;Das hält man drei Tage am Stück durch&#8221;, sagt der blonde Jörg und hievt ein Blech mit mariniertem Thunfisch auf die metallenen Tresen gegenüber der Esstische. Über ihm baumeln Leichenteile aus Hartgummi &#8211; die RGF dekoriert neben den Tellergerichten auch ihren Arbeitsbereich mit viel Liebe. Überall Totenschädel und Plastiktierchen, selbst das Besteck liegt in Fächern, die mit rotem Plüsch ausgelegt sind. Die Küche als Kuriositätenkabinett. Weil das bei ihren Essern so gut ankommt, touren die beiden Jungs mit ihrer mobilen Küche unter dem Motto &#8220;Kitchen-Clubbing&#8221; auch selbst regelmäßig durch ganz Deutschland. Dann legt zu Mehrgängemenüs inklusive kulinarischer Offenbarungen wie &#8220;Leberwurst-Sushi&#8221; und &#8220;Blumenstrauß&#8221; ein DJ auf und ein &#8220;nicht großartig nervender&#8221; Moderator sagt die Gänge an.</p>
<p>Aber auch die Rockstars wollen vor ihrem Auftritt keine schnöden Bockwürste, Nudelsalat oder belegte Mett-Brötchen. &#8220;Kreativ, und vor allem leicht muss es sein&#8221;, weiß Ole, der vor 15 Jahren während seiner Ausbildung zum Koch im Berliner Hotel &#8220;Steigenberger&#8221; den Pâtissier Jörg kennen lernte. &#8220;Die Furys lassen sich gern überraschen&#8221;, verrät er. Rammstein essen &#8211; ein wenig wird das Klischee bestätigt &#8211; gerne Hackfleisch, &#8220;lieben aber auch frisch gepresste Säfte&#8221;, den Ärzten kocht die RGF individuell ihr Leibgericht, und Campino will vier Stunden vor dem Konzert immer einen Teller Nudeln.</p>
<p>Christof Stein-Schneider, Gitarrist der Furys, klimpert auf seinem Instrument und guckt in die Töpfe. &#8220;Faszinierend, was die beiden wieder gezaubert haben&#8221;, lobt er und hat sich beim Anblick der angerichteten Show-Teller schon entschieden, &#8220;ich nehm das Lamm&#8221;. Rockmusik und Essen und dann auch noch edel: Das passte bis vor nicht allzu langer Zeit so gut zusammen wie crème brulée und Kartoffelsalat. Heute zeigt der Blick in die Küche der Roten Gourmet Fraktion: Die meisten Rocker sind Feinschmecker und leben sehr gesund.</p>
<p>An diesem Dienstagabend kam das Thunfischfilet besonders gut an, war lediglich einem Roadie &#8220;innen viel zu roh&#8221;, aber selbst das kann Koch Ole gut verstehen. Er selbst isst nach Feierabend am liebsten &#8220;eine Rittersport Joghurt&#8221;.</p>
<p><img src="http://www.rotegourmetfraktion.de/oldschool/privat/presse/wamsbildgross.jpg" /></p>
<p><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.rotegourmetfraktion.de/oldschool/privat/presse/wamsbilderklein1bis3.jpg" height="176" width="411" /></font></p>
<p><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.rotegourmetfraktion.de/oldschool/privat/presse/wamsbilderklein4bis6.jpg" height="175" width="423" /></font></p>
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		<title>Prost Mahlzeit!</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 1999 10:37:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chefkoch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ME/Sounds 6/1999 Was bei den Großen aus Rock und Pop auf den Tisch kommt Wer rockt, der soll auch essen, sagt schon der Volksmund. Doch die Zeiten von Fritt&#8217;n'Bier&#8217;n'Rock&#8217;n'Roll sind lange vorbei &#8211; der Star von heute lebt gesund. von Ulrich Hoffmann Putencurry ist der Horror eines jeden Musikers. Denn Putencurry ist billig, einfach, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	ME/Sounds 6/1999</p>
<p>Was bei den Großen aus Rock und Pop auf den Tisch kommt</p>
<p>Wer rockt, der soll auch essen, sagt schon der Volksmund. Doch die Zeiten von Fritt&#8217;n'Bier&#8217;n'Rock&#8217;n'Roll sind lange vorbei &#8211; der Star von heute lebt gesund.<br />
von Ulrich Hoffmann<br />
<span id="more-109"></span><br />
Putencurry ist der Horror eines jeden Musikers. Denn Putencurry ist billig, einfach, und man kann es gut warmhalten. Deshalb gibt es auf jeder Tour andauernd Putencurry &#8211; wenn die Musiker und Crew sich nicht massiv zur Wehr setzten. Das Beste wären da eigene Köche mit auf Tour zu nehmen, die abwechslungsreiche Menues bla bla bla&#8230;</p>
<p>Auch deutsche Bands achten mittlerweile auf ihre Ernährung, wie Ole Plogstedt und Jörg Raufeisen vom Catering-Service &#8220;Rote Gourmet Fraktion&#8221; (kurz RGF) wissen. Die RGF sind die Stamm-Verpfleger für Bands wie Die Ärzte, Die toten Hosen oder Rammstein &#8211; also eher die etwas härteren Party-Genossen, möchte man meinen. Aber obwohl &#8220;natürlich immer noch gekifft wird&#8221;, so Plogstedt und Raufeisen, sehen sie sich keineswegs als die zentralen Organisatoren von ausufernden Backstage-Orgien. Im Gegenteil: &#8220;Natürlich feiert man auch mal eine Nacht durch, vor allem wenn der nächste Tag frei ist. Aber Bands, die schon länger dabei sind und noch eine Weile dabei bleiben wollen, achten ganz extrem auf ihre Ernährung, und die Crew sowieso&#8221;. Denn Crewmitglieder &#8211; Beleuchter, Bühnenarbeiter, Roadies, usw. &#8211; machen den Job meist viel länger als jeder Musiker, die Rolling Stones vielleicht mal ausgenommen. Da kann man halt nicht jeden Tag saufen, rumhuren und Fritten fressen.</p>
<p>&#8220;Wir betrachten den Eßraum als so was wie den zentralen Marktplatz&#8221;, sagen Ole und Jörg, &#8220;und wir bemühen uns, allen Beteiligten das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Wir kochen also frisch, gehen jeden Tag einkaufen, servieren das Essen portionsweise auf Porzellantellern, Buffets und Räumlichkeiten dekorieren wir schräg und individuell &#8211; da hängen dann halt ein paar Gliedmaßen aus Plastik rum, daneben steht eine Carrera-Bahn. Oder wir machen mit unserer Großhirnform Grießpudding, der kommt immer gut an&#8221;.</p>
<p>Typisch für die RGF: Zur Release-Party der Ärzte Single &#8220;Männer sind Schweine&#8221; stellten sie einen echten Schweinskopf aufs Buffet &#8211; Rock&#8217;n'Roll Catering funktioniert eben doch ein ganz klein wenig anders als die Ausrichtung einer Hochzeit im Bürgerhaus Wilhelmsburg.</p>
<p>Zu den weiteren Highlights der RGF-Küche an einem ganz beliebigen Tourtag gehören: Zuckerschotensuppe mit Minze, Barberie-Entenbrust mit karamellisierter Orangensauce, süßes Milcheis-Sushi. Und zu Ostern backen die schöngeistigen Herren Küchenchefs auch schon mal einen Kuchen, auf dem in geschwungenen Lettern steht: &#8220;Verfickte Ostern, Ihr Schwanzlutscher!&#8221;</p>
<p>Für ca. 80 Leute auf einer Tour bauen Jörg und Ole jeden morgen die Küche neu auf (&#8220;Wir brauchen nur Strom und Wasser, alles andere bringen wir selbst mit&#8221;), machen Frühstück, Schnitten, einen leichten Lunch, drei abendliche Hauptgerichte (Fisch, Fleisch, vegetarisch), Obstkörbe, Salate und dann noch ein paar Gute-Nacht-Brote für die Weiterfahrt im Bus.</p>
<p>Die RGF begleitet ihre Kunden auf deren Gesundheitstrip: Rammstein-Stahlkörper Till Lindemann geht täglich schwimmen und trinkt der Stimme zuliebe heiße Milch mit Honig. Die Ärzte entsaften täglich eine Kiste Orangen. Und der neuste Drink-Tourhit aus dem Hause RGF ist frischgepreßter Saft aus Rote Beete, Karotte, Apfel und Sellerie mit einem Schuss Öl &#8211; super gut für Stimmen und Stimmung! Gerade die Frontmänner und -frauen müssen natürlich auf ihre Verdauung achten. &#8220;Die hopsen da zwei bis drei Stunden auf der Bühne rum, das geht nicht mit gut vollem Bauch&#8221;, wei¤ man bei der RGF. Also essen die Bühnentiere vier Stunden vor der Show einen Teller Nudeln, die sind rechtzeitig verdaut und geben lange Power.</p>
<p>&#8220;Campino fährt vor den Konzerten meist mit Rollerskates durch die leere Halle, um sich die Zeit zu vertreiben&#8221;, erinnern sich die RGF-Chefs grinsend, &#8220;manchmal holt er sich die Nudeln auch auf Skates ab. Einmal kam er kurz darauf wieder, total voll mit Tomatensauce, und bat etwas kleinlaut um einen neuen Teller voll &#8211; der hatte sich so richtig auf die Fresse gepackt&#8221;. &#8220;Wer keine Zeit hat, zum Essen zu kommen, dem bringen wir auch mal was auf die Bühne oder sonstwohin, egal ob Musiker oder Crew&#8221;, sagen die RGFler. &#8220;Und Sonderwünsche versuchen wir natürlich auch zu erfüllen. Die Beastie Boys sind Veganer, die essen nicht mal Milchprodukte und bestanden auf Öko-Spinat und Ginseng-Wurzeln. Haben wir ihnen vom Öko-Bauern besorgt. Wir sind halt so ein Tante-Emma-Laden&#8221;.</p>
<p>Überhaupt macht die RGF immer das Beste aus den Gegebenheiten: &#8220;Wir waren auf Tour mit den Immaculate Fools und Inchtabokatables&#8221;, erinnern sie sich, &#8220;und es war so kalt, daß sogar das Klo im Tourbus einfror. Also servierten wir statt Bier eben heißen Irish Coffee. Das war klasse!&#8221; Nur Putencurry gibt&#8217;s bei der RGF &#8211; wie bei allen Caterern, die noch was länger im Geschäft bleiben wollen &#8211; einzig auf ausdrücklichen Wunsch der Künstler.</p>
<p>Ulrich Hoffmann<br />
Musikexpress/Sounds vom Juni 1999 / Nr. 6</p>
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		<title>Plattenproduzenten</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 1997 10:28:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chefkoch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[SZ Magazin (Essen und Trinken Special) 12/97 &#8220;Gemüseplatten, Zuckerschotensuppe, Tofuknödel &#8211; so gesund wollen Popstars heute verpflegt werden, wenn sie auf Tour sind&#8221; Plattenproduzenten Catering ist die Kunst, verwöhnte Popstars auf Tournee zu verpflegen. Die Rote Gourmet Fraktion zaubert Buffets, Snacks und Menues für Die Ärzte, Tricky oder Rammstein. Da muß alles klappen &#8211; oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	SZ Magazin (Essen und Trinken Special) 12/97</p>
<p><em>&#8220;Gemüseplatten, Zuckerschotensuppe, Tofuknödel &#8211; so gesund wollen Popstars heute verpflegt werden, wenn sie auf Tour sind&#8221;</em></p>
<p><strong>Plattenproduzenten</strong></p>
<p>Catering ist die Kunst, verwöhnte Popstars auf Tournee zu verpflegen. Die Rote Gourmet Fraktion zaubert Buffets, Snacks und Menues für Die Ärzte, Tricky oder Rammstein. Da muß alles klappen &#8211; oder ein Mensch brennt.</p>
<p>von Simone Kosog und Enno Kapitza (Photos)</p>
<p><span id="more-108"></span></p>
<p>Gemüseplatten, Zuckerschotensuppe, Tofuknödel &#8211; so gesund wollen Popstars heute verpflegt werden, wenn sie auf Tour sind. Hammer kann ein Menge Spaß vertragen, solange sich alle an die Abmachungen halten. Solange er Milch im Kaffee hat und Wurst auf seinem Brot bekommt. Doch morgens um halb neun, irgendwo in Deutschland, beißt Hammer plötzlich in eine Käsestulle. Hammer haßt Käse. Der große, bärtige Lastwagenfahrer baut sich vor Ole und Jörg auf, den beiden Neuen, die für&#8217;s Catering zuständig sind. Sie haben erstklassige Verpflegung versprochen. Nennen sich stolz Rote Gourmet Fraktion &#8211; RGF. Nun macht Hammer ihnen klar, da¤ er unter Service was anderes versteht als Käse. Nach einigen bösen Worten guckt er Jörg tief in die Augen uns sagt tonlos: &#8220;Wenn das nochmal passiert, heulst Du!&#8221; &#8220;Tu&#8217; ich nicht&#8221;, hat Jörg, der zarte Blonde, tapfer geantwortet, aber seitdem peinlich darauf geachtet, daß Hammer nie wieder Käse essen mußte. Daß Lui, der Beleuchter, jeden Abend drei Scheiben Dunkelbrot mit Gouda und Senf in seinen Bus mitnehmen kann und daß Rammstein-Sänger Till seine heiße Milch mit Honig bekommt.</p>
<p>Für viele sind sie die Meister des Rock&#8217;n'Roll-Catering: Jörg Raufeisen, 31, und Ole Plogstedt, 29; der Hamburger und der Berliner; der Koch und der Konditor, die sich von keinem Chef mehr sagen lassen wollten, daß sie zum Friseur gehen sollen. Ole ist erst vor kurzem von knallroten auf hellblonde Haare umgestiegen. Wenn Die Ärzte oder Lucilectric, wenn Tricky, das Frühstyxradio, Phillip Boa oder &#8211; wie jetzt &#8211; die Heavy-Metal-Popgruppe Rammstein auf Konzertreise gehen, packen die beiden ihre Töpfe und Pfannen, ziehen mit und sorgen dafür, daß die Band und ihre Crew den Tourstreß durchstehen. Sie liefern Rundumverpflegung; dazu gehören neben dem Essen genauso selbstverständlich auch der Hustensaft, die Tischdekoration und Zigaretten.</p>
<p>Was ihre Kunden dabei an Entspannung gewinnen, verlieren Ole und Jörg. Vor ihrer ersten Tour, 1993 mit der Kultband Die Ärzte, konnte Jörg zwei Tage nicht essen und Ole zwei Tage nicht schlafen. Nun also Rammstein, Sporthalle Koblenz. Morgens um halb neun, wenn die meisten der 55 Crewmitglieder noch in ihren Hotelbetten liegen, geht Jörg mit einer Endlosliste einkaufen &#8211; &#8220;Ich kenne alle Metros in Deutschland&#8221; &#8211; und Ole packt die zwölf schrankgroßen Alukoffer aus, in denen die gesamte Reiseküche verstaut ist.</p>
<p>Erst spät in der Nacht haben sie alles eingeräumt, nach dem Konzert in Offenbach. Jetzt wird die Kaffeemaschine wieder gebraucht, aus dem Container geholt, aufgebaut, angeworfen. Der erste Handgriff jedes Tages. Dann Kühlschrank, Tisch und Herd, die 14 Töpfe, die Pfannen; Ole schlägt die ersten Eier dutzendweise hinein. Brät Speck, preßt und preßt und preßt Orangen. Als hektisch, sagte er, sei sein Tempo keineswegs zu beschreiben, &#8220;nur sehr schnell&#8221;. Wenn die anderen aufstehen, haben die Köche längst rote Köpfe; wenn die Crew anfängt, Kabel zu verlegen und Boxen zu schleppen, und die Musiker ein paar Bahnen im Schwimmbad ziehen, haben Ole und Jörg schon ein üppiges Frühstücksbuffet fertig. Im Laufe des Tages kommen Salate und Kartoffelpuffer dazu, Obst und Torte und ein erlesenes Drei-Gänge-Menü, wahlweise mit oder ohne Fleisch. Punker, Rocker, Raver essen heute nämlich exquisit und gesund.</p>
<p>Immer mehr Bands ziehen die Energie für ihre 17-Stunden Tage lieber aus geregelten Mahlzeiten mit guten Zutaten statt aus Pommes und Stehpizza. Alkohol gibt&#8217;s bei der Roten Gourmet Fraktion erst nach dem Konzert, aber der Renner ist im Moment sowieso hausgemachter Gemüsesaft, am besten aus mehreren Sorten gemixt. Im harten Touralltag bleibt für die meisten Crewmitglieder von der Verheißung Sex &amp; Drugs &amp; Rock&#8217;n'Roll allenfalls Musik übrig. Und zu Ole und Jörg dringen gerade noch ein paar wummernde Bässe vom Soundcheck in die Küche, wo sie sich mit Punkrock aus dem Kassettenrecorder mischen: ein Klangteppich, wie geschaffen zum Schnittchenschmieren.</p>
<p>Dies ist ihre Welt &#8211; zumindest solange sie auf Tour sind. Während die Musiker wenigstens die Konzerthallen der Städte kennenlernen, durch die sie fahren, erleben die beiden gerade mal die Küche und den Eßraum. Nur ein einziges Mal verlassen sie an diesem Tag den Bereich &#8211; zum Einkaufen. Aber irgendwann kommen alle zu ihnen. Wie Hammer sagt: &#8220;Jeder von uns hat auf Tour seine eigene Baustelle. Aber das Catering ist die Baustelle, wo alle hinmüssen. Hier wird die Stimmung festgelegt&#8221;. Das machen Jörg und Ole so liebevoll, daß Paul, der Rammstein-Gitarrist, Mutti und Papi zu ihnen sagt. Mutti Jörg holt aus einem großen Koffer jede gewünschte Zigarettenmarke hervor, teilt Pflaster aus und Kopfschmerztabletten, kocht den vegetarischen Gang und das Dessert. Papi ist für Fleisch und Suppe zuständig, achtet darauf, daß Jörg nicht zu viel Geld ausgibt &#8211; und er dekoriert: Sein Buffet ist, da sind sich alle einig, ein Augenschmaus, Tag für Tag. Die Schokoriegel liegen in einem offenen Gummischädel, der Salat neben einem mittelalterlichen Morgenstern aus Plastik, das Besteck in Fächern, die mit rotem Plüsch ausgelegt sind.</p>
<p>Die Städte wechseln, aber die grinsende Ratte, der Teppich mit den eingewebten Schäferhunden bleiben. Heimat ist dort, wo der Totenkopf neben dem Käse leuchtet und das Plastikhuhn über den Frühstückseiern baumelt. Es ist der schräge Humor, den die Crew an dem Koch und dem Konditor liebt. Der verbindet wie die Kluft der Rock&#8217;n'Roller &#8211; auch Ole und Jörg tragen schwarze Jeans und schwarzes T-Shirt &#8211; und der sanfte Anarchismus, der auch heute noch jedes Tourkonzert umweht. Den sind sie sich auch schuldig. &#8220;Mein Küchenchef&#8221;, erzählt Ole, &#8220;hat immer gesagt: &#8216;Du darfst die Kartoffeln nie warm aufsetzen&#8217;. Grinst und setzt die Kartoffeln warm auf. &#8220;Und nie sollst du das Blech würzen&#8221;. Ole würzt das Blech und drückt das Fleisch darauf. Und wenn Jörg in irgendeiner Raststätte unterwegs einen hübschen Vorleger findet, liegt der am nächsten Tag garantiert im Eßraum.</p>
<p>Bei Ole und Jörg sind alle gleich. Egal, ob Sänger oder Beleuchter, jeder bekommt seine spezielle Behandlung, doppelt Butter oder O-Saft ohne Fruchtfleisch. Und wenn die gesamte Crew wie neulich nach Hamburgern giert, stellt die Küche rund um die selbstgemachten Doppelwhopper ein Buffet zusammen, auf dem Fischstäbchen, Farmersalat und Pommes das Fast-food-Bild aufs professionellste komplettieren. Jörg: &#8220;Mehr Aufwand als ein Drei-Gänge-Menü.&#8221; Sie sind stolz darauf, Gemütlichkeit in jede Provinzsporthalle zu bringen und eine warme Mahlzeit auf den Tisch des Hauses, selbst wenn es ihnen die lokalen Veranstalter manchmal schwermachen, diese Standards hochzuhalten. &#8220;In der Schweiz, irgendwo in den Bergen, sollten wir in einem Kuhstall kochen&#8221;, erzählt Ole. Da bauten die beiden ihre Küche im Gang auf. Ein andermal hatte die Küche keinen Wasseranschluß, also wuschen sie den Salat unter der Dusche. In Koblenz haben sie eine saubere Küche vorgefunden, der graue PVC-Boden blitzt, aber der quadratische Raum ist winzig. Jörg dreht sich um Ole, Ole um Jörg.</p>
<p>Bis sechs muß das warme Essen fertig sein &#8211; und es ist bald sechs. Vier Fleischstücke in die Pfanne rechts, vier in die Pfanne links. &#8220;Jörg, kannst Du mal ein Auge drauf werfen?&#8221; Petersilienwurzeln fliegen in heißes Öl, Möhren ins Wasser oder auf den Boden. Heiße Dämpfe aus den Öfen, Hitze von den Kochplatten. Schnell, schneller: Ole und Jörg sprechen jetzt nur noch das Nötigste, von draußen schaut jemand durchs Fenster, die beiden Köche sehen ihn nicht. Sie hören nicht, da¤ die CD auf dem Recorder längst zu Ende gespielt ist. Sie schneiden, würfeln, raspeln, schnuppern &#8211; es riecht verbrannt: die Rosmarinkartoffeln! Schnell runter vom Herd. Den Blätterteig aus dem Ofen, die Panna cotta in die Schüssel, das Erdbeermus darüber. Tür auf: &#8220;Gibt&#8217;s schon Essen?&#8221; &#8211; &#8220;Gleich&#8221;. Den Blätterteig aufgeschnitten, noch ein Stück Butter an die Rotweinschalotten. Tür auf: &#8220;Was gibt&#8217;s denn für &#8216;ne Suppe?&#8221; &#8211; &#8220;Zuckerschoten mit Minze.&#8221;</p>
<p>Längst ist alles mit Fett überzogen &#8211; der Boden, die Schränke. Der Geruch liegt in der Nase. Chaos in der Küche, Harmonie auf den Tellern. Nicht viel später als sechs kommt das erst Entrecote auf weißes Porzellan, die Rosmarinkartoffeln drum herum, drei Möhren kreuz, zwei Lauchstangen quer, Petersilie auf den Rand, damit sich niemand an den Fingerabdrücken stört, und raus damit. Häkchen hinter Kalle. Häkchen hinter Jo, Oliver, Steffi.</p>
<p>Nach 55 Häkchen ist Schicht. Restaurantköche könnten jetzt nach Hause gehen. Jörg und Ole aber drosseln nur ein bißchen das Tempo. Vor ihnen liegt noch eine Menge Arbeit, bis die gesamte Küche, Stück für Stück, wieder in den Alukoffern verpackt ist, der Boden nicht mehr klebt. Und selbstverständlich bekommt die Crew frischen Kaffee. Die 55 sind zufrieden, ausnahmslos. Auch Hammer, natürlich, der ist längst auf ihrer Seite. Er hat Ole und Jörg ihr bisher größtes Kompliment gemacht: Er hat die beiden gebeten, seine Hochzeit auszurichten&#8230;</p>
<p>Simone Kosog &#8211; Süddeutsche Zeitung Magazin (Essen und Trinken Special) vom 5.12.97 / No. 49</p>
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		<title>R.G.F. Rock&#8217;n&#039;Roll &#8211; Catering</title>
		<link>http://www.rotegourmetfraktion.de/reportage-im-buch-damals-und-heute-menschen-und-personlichkeiten-ihrer-heimatstadt-1996</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Nov 1996 23:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JollyOrc</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<strong>Reportage im Buch: &#8220;Damals und Heute &#8211; Menschen und Persönlichkeiten Ihrer Heimatstadt&#8221; 1996 D &amp; H Chronik Verlag</strong></p>
<p>&#8220;Rote Gourmet Fraktion nennen Jörg Raufeisen und Ole Plogstedt provozierend ihren Catering-Service&#8230;&#8221;</p>
<p><span id="more-107"></span></p>
<p>Rote Gourmet Fraktion nennen Jörg Raufeisen und Ole Plogstedt provozierend ihren Catering-Service, mit dem sie sich bei Veranstaltungen und auf Konzert-Tourneen um die die Verpflegung der Künstler und ihrer Crew kümmern. 1987 lernten sich die Beiden im Steigenberger Hotel Berlin kennen, wo sie in der Küche zusammenarbeiteten.</p>
<p>Jörg Raufeisen, 1966 in Hamburg geboren, ist gelernter Konditor und arbeitete vor dem Weggang aus der Hansestadt nach Berlin im Hotel Vierjahreszeiten.</p>
<p>Ole Plogstedt, 1968 in Berlin geboren, ist gelernter Koch. Aus der Zusammenarbeit entwickelte sich eine Freundschaft und langsam der Gedanke, sich in der Gastronomie selbstständig zu machen.</p>
<p>Mit Mut, Glück und einem Stück Selbstvertrauen gründeten sie im Sommer 1993 ihren Catering-Service. Sie arbeiteten bei Veranstaltungen in den Docks und in der Großen Freiheit und gingen mit der Berliner Punk-Band &#8220;Die Ärzte&#8221; zum ersten mal auf Tournee.</p>
<p>Wochenlang waren sie in ganz Deutschland, Östereich und der Schweiz unterwegs. Mit &#8220;Lucilectric&#8221;, den &#8220;H-Blockx&#8221; und &#8220;Illegal 2001&#8243; usw. tourten sie dann jeweils nochmal durch die gesamte Republik.</p>
<p>Vom Frühstück über das Mittag- bis zum Abendessen übernehmen sie die Rundum-Verpflegung von Künstlern und Crew und zaubern mit Kerzen, Teppichen und künstlichen Blumen eine gemütliche Atmosphäre.</p>
<p>Die Vorlieben und Macken der Bands kennen sie meist nach kurzer Zeit und gestalten dementsprechend ihren Speiseplan.</p>
<p>Während Rockmusiker auf Konzerttourneen meist an die tägliche Pizza gewöhnt sind, bieten Jörg Raufeisen und Ole Plogstedt abwechslungsreiche Kost und achten bei den anstrengenden Tourneen auf die gesunde Ernährung von Künstlern und Crew.</p>
<p>Täglich wird ein Speiseplan für den nächsten Tag vorgeschlagen, der je nach Anzahl der zu Verpflegenden zwei Suppen, ein vegetarisches und ein Fleisch- und Fischgericht und Dessert umfaßt. Sämtliche Getränke und selbst Zigaretten werden ständig bereitgehalten.</p>
<p>In Ihrem 75m2 großen Lager in Altona stehen zwei mobile Küchen, die überall installierbar sind, Getränkepaletten, Töpfe, Geschirr und das dazugehörige Arbeitsmaterial. Alles ist stapelbar in Flightcases verpackt und läßt sich für jeden Auftrag individuell zusammenstellen.<br />
Bei einem 14-Stunden-Tag haben es Jörg Raufeisen und Ole Plogstedt nicht nötig, sich irgendwelche langweiligen Hobbys zu suchen, weil sie nicht ausgelastet sind. Ein halbes Jahr im voraus sind sie ausgebucht, und müssen daher den einen oder anderen Job leider auch mal ablehnen.</p>
<p><strong>Reportage im Buch: &#8220;Damals und Heute &#8211; Menschen und Persönlichkeiten Ihrer Heimatstadt&#8221; 1996 D &amp; H Chronik Verlag</strong></p>
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